„Gesundheit wird von den Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben.“
(„Ottawa-Charta“ der Weltgesundheitsorganisation, 1986)

Gesundheitsförderung geht davon aus, dass sich die Gesundheit der Menschen in den Lebenswelten vor Ort entwickelt. Kommunale Gesundheitskonferenzen sollen in Landkreisen, Städten und Gemeinden gesundheitsförderliche Prozesse anstoßen und unterstützen. Sie dienen als Kommunikationsplattform für Akteure des regionalen Gesundheitswesens. 

Ziel der Konferenzen ist eine Bündelung und Vernetzung vorhandener Angebote und Initiativen sowie die Entstehung neuer Netzwerke und Arbeitsgruppen. Letztere sollen unter Einbeziehung der Zielgruppe zu festgelegten Themen entsprechende Handlungsempfehlungen erarbeiten und verabschieden. Hierbei soll sich der Fokus einerseits auf die Erhaltung, Verbesserung und Förderung der Gesundheit in der Bevölkerung richten und andererseits auf die Entwicklung und Schaffung von Strukturen und Voraussetzungen, die den Menschen Zugang zu einem gesundheitsförderlichen Leben ermöglichen- mit der Absicht, ein größtmögliches Maß an sozialer Chancengleichheit für alle zu erreichen.

Gesundheitskonferenzen arbeiten prozessorientiert in mehreren Schritten:
Public Health Action Cycle
Zu den Akteuren der Gesundheitskonferenzen zählen Vertreter der Ärzte, Zahnärzte und Apotheker, freie Wohlfahrtsverbände, Beauftragte der Kranken-, Renten- und Unfallversicherungen, Selbsthilfegruppen, Vereine, Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge und des Patientenschutzes, Vertreter der Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulanten Versorgungseinrichtungen, politische Vertreter sowie Repräsentanten des für Gesundheit zuständigen Sozial- und Gesundheitsausschusses.

Weitere Informationen über den Bereich Gesundheitsförderung finden Sie unter folgenden Links:

 

Kommunale Gesundheitskonferenzen in Baden-Württemberg

In Baden-Würrtemberg wurde im Jahr 2009 die Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg verabschiedet, durch die Gesundheitsförderung und Prävention als vierte Säule neben Behandlung, Rehabilitation und Pflege etabliert werden sollen. In der Gesundheitsstrategie sind drei Grundannahmen formuliert:

  • Gesundheit gilt als das höchste Gut eines jeden Menschens und ist Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität der Menschen im Land
  • Gesundheit wird als die wichtigste strategische Ressource neben der Bildung angesehen. Damit kommt ihr eine entscheidende Bedeutung für die innovative Kompetenz und die Erwerbsquote einer Volkswirtschaft zu.
  • Die vorrangige Konzentration auf eine verbesserte Behandlung bereits entstandener Krankheiten reicht angesichts eines veränderten Krankheitspanoramas nicht mehr aus.

Koordinierendes Gremium für die Umsetzung der Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg ist die Arbeitsgruppe Standortfaktor, die unter Federführung des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren vom Gesundheitsforum Baden-Württemberg gesteuert wird.

Für die kommunale Umsetzung der Gesundheitsstrategie auf Stadt- und Landkreisebene kommt den Kommunalen Gesundheitskonferenzen eine besondere Bedeutung zu. Sie gelten als Beratungs- und Steuerungsgremium und sind ein fester Bestandteil kommunalpolitischen Handelns. Derzeit gibt es in Baden-Württemberg 36 Kommunale Gesundheitskonferenzen.

Weitere Informationen zur Gesundheitsstrategie finden Sie unter folgenden Links:

 Weiterführende Unterlagen:

Gesundheitsziele des Landes Baden-Württemberg

Die Handlungsfelder der Kommunalen Gesundheitskonferenzen finden Sie in dem Dokument "Zentrale Dokumente für Kommunale Gesundheitskonferenzen in Baden-Württemberg".

Abschlussbericht der Projektgruppe Kommunale Gesundheitskonferenzen (pdf) 

Merken

Merken

Merken