Thema und Ziele der AG Die Bewegungsregion Rhein-Neckar verfolgt das Ziel, ein selbstbestimmtes, aktives und sozial eingebundenes Leben im Alter durch Bewegung und körperliche Aktivität zu fördern.
 Maßnahmen

Zur Umsetzung der Vision werden Maßnahmen in fünf Aktivitätsfeldern durchgeführt:

1. Integration von Bewegung in den Alltag älterer Menschen zur Förderung der Gesundheit und Stärkung des Wohlbefindens.

Pilotprojekt in der Gemeinde Ketsch: Ausgangspunkt des „Ketscher Modells“ der Bewegungsförderung im Alter sind die Alternswünsche der Bürgerinnen und Bürger. Das Modell besteht aus vier Elementen:

  • Wissen: Informationen über Alternswünsche, Alternsrisiken und Beeinflussung von Alternsprozessen durch Bewegung, Informationen über körperliche Aktivität der Bürger, Bestandsaufnahme bestehender Bewegungsangebote
  • Erfassen: Individuelle Testung von Basisfunktionen und körperlicher Fitness im öffentlichen Raum im Rahmen des Senioren-Aktiv-Programms (S-A-P)
  • Beraten: Individuelle Beratung auf der Basis körperlicher Fitness, persönlicher Vorlieben und Bewegungsmöglichkeiten
  • Bewegen: Gemeinsame Gestaltung und Weiterentwicklung des Bewegungsprogramms und des kommunalen Umfeldes

Ein Fragebogen mit den Themen Alternswünsche, Ausmaß und Intensität körperlicher Aktivität, körperliche Anstrengungsbereitschaft und Wahrnehmung des kommunalen Umfeldes wurde an alle Bürgerinnen und Bürger in Ketsch im Alter von 65 Jahren (über 3.100) verschickt und von über 500 Personen beantwortet.

Am 12. September 2014 wurde ein Tag der Aktivität in Ketsch veranstaltet, in dessen Rahmen auch die Möglichkeit der individuellen Fitness-Testung und Beratung für mehr Bewegung bestand. Des Weiteren wurden Testungen in den Seniorenzentren Weststadt, Neuenheim und Wieblingen durchgeführt.

2. Förderung von Aktivitäten in Sportarten, die Ältere bereits ausüben oder an die sie herangeführt werden sollen.
Der Sportkreis Heidelberg hat eine Aufstellung von Angeboten der Heidelberger Sportvereine zum Thema Gesundheitssport & Sport in der 2. Lebenshälfte angefertigt. Die Broschüre ist einsehbar unter: http://www.sportkreis-heidelberg.de/

3. Förderung von Bewegung körperlich und/oder kognitiv eingeschränkter Älterer und von Personen in Einrichtungen der Altenhilfe mit dem Ziel der Verbesserung von Funktionen und der Lebensqualität.

  • Sammlung von Informationszugängen zum Thema Sturzprävention in stationären Einrichtungen (nationale Expertenstandards, Anbieter von Fortbildungen) (in Arbeit)
  • Fortbildungsreihe zum Thema Bewegung und Sturzprävention, geeignet auch für Tagespflegeeinrichtungen und Ambulante Pflegeeinrichtungen (geplant)
  • Sammlung und Weiterentwicklung von Bewegungsangeboten für Demenzkranke (in Arbeit)

4. Gestaltung aktivitätsfördernder Lebensumfelder (Settings)
Im Gebiet der Bewegungsregion werden einige "alla hopp!" Anlagen realisiert: Schwetzingen (Pilotanlage), Ketsch, Heidelberg, Meckesheim, Sinsheim, Hemsbach. Diese stellen hervorragende Bewegungsmöglichkeiten auch für Ältere dar.

5. Plattform für Impulse, Austausch, Evaluation (Vernetzung der Akteure)

Mitglieder der AG Sportkreis Heidelberg, Kreisseniorenrat Rhein- Neckar, Universität Heidelberg- Institut für Gerontologie, Pädagogische Hochschule Heidelberg- BA Gesundheitsförderung, Technologiepark Heidelberg GmbH, Stadt Heidelberg - Amt für Soziales und Senioren, Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis- Heimaufsichtsbehörde, Volkshochschule Südliche Bergstraße e.V., B52 Verbändekooperation der Krankenkassen, Sozialstation Leimen, Sportkreis Mannheim, Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis- Sozialamt, Badischer Turner-Bund e.V., Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis- Gesundheitsamt
Ansprechpartner der AG Dr. Christoph Rott, Institut für Gerontologie Universität Heidelberg

 weitere Unterlagen und Veröffentlichungen der Arbeitsgruppe: